Warum Pflegekräfte aus den Philippinen?

Arbeitgeber haben aber ein Interesse, langfristig, nicht nur kurzzeitig ihre Personallücken gefüllt zu haben und suchen daher Arbeitskräfte, die sich auch langfristig an das Unternehmen binden wollen.

Die Rückkehrquote ist bei Filipinas/ Filipinos besonders gering. Auf Grund der sehr jungen philippinischen Gesellschaft, dem dauerhaften Mangel an Arbeitsstellen dort und dem geringen Gehalt in Kliniken (ca. 350 € mtl.) ist die Rückkehrwilligkeit gering.

Die Ausbildung

Die in den Philippinen ausgebildeten Pflegefachkräfte, welche in Deutschland in Kliniken, Seniorenheimen oder mobilen Pflegediensten arbeiten können, haben eine akademische Ausbildung (Studium) und sind nicht nur prädestiniert für alle pflegerischen Anforderungen, insbesondere, was medizinisches Wissen und Fertigkeiten angeht, sondern sogar für Führungsaufgaben (wegen der im Vergleich zu deutschen Pflegefachkräften höher qualifizierten Ausbildung).

Die Sprache

In den Philippinen wird als zweite Staatssprache Englisch von fast der ganzen Bevölkerung von klein auf gesprochen. Als dem Deutschen verwandte Sprache, fällt es Menschen, die bereits Englisch sprechen, vergleichsweise leicht, Deutsch zu lernen. 
Filipinos/as sind zudem sehr sprachbegabt und erlernen neue Sprachen schnell. Dies kommt daher, dass sie bereits von klein auf oft 3 Sprachen lernen müssen: die regionale Sprache ihrer Insel, das überall in den Philippinen gesprochene Tagalog (Philippinisch) und die zweite Landessprache Englisch, die in Schulen und
Universitäten Standard ist.


Der gesellschaftliche Aspekt

Die Gesellschaft der Philippinen schätzt alte Menschen besonders und der

Familienzusammenhalt ist eng. 
Es ist eher die Regel als die Ausnahme, dass eine philippinische Pflegefachkraft alte Menschen wie ältere Mitglieder der eigenen Familie betrachtet und die Arbeit nicht nur als Job sieht.


Der kulturelle Aspekt

Die Philippinen sind das einzige Land in Asien, in dem die christliche Religion die dominierende Religion ist (ca. 90-95% Christen, meist römisch-katholischer Konfession). Die vielen kirchlichen Arbeitgeber in Deutschland fordern immer wieder, dass ihre Angestellten einer christlichen Religion angehören.

Dies ist nicht unbegründet, jedenfalls im Bereich der Seniorenheime (im Klinikbereich weniger): Im Alltag der alten, zu pflegenden Menschen sind es die kirchlichen Feste, wie etwa Weihnachten, die besondere Höhepunkte des Jahres darstellen, und die wichtige adäquate Begleitung und Gestaltung dieser besonderen Zeit erfordert zumindest eine gute Kenntnis der damit verbundenen Rituale/Festlichkeiten.